„Von Sprache sprechen II“ – Lang lebe die Thomas-Kling-Poetikdozentur II

Cover_VON SPRACHE SPRECHEN II_Lilienfeld Verlag 2017

Seit dem Sommersemester 2011 gibt es an der Universität Bonn die Thomas-Kling-Poetikdozentur. Jedes Jahr wird eine herausragende Autorin oder ein Autor mit dieser besonderen Lehrtätigkeit ausgezeichnet. Finanziert wird diese besondere Dozentur, die Studierenden Einblicke in künstlerische Produktionserfahrungen ermöglicht, lobenswerter Weise von der Kunststiftung NRW. Auf Stefan Weidner, Barbara Köhler und Oswald Egger folgten Norbert Scheuer, Marion Poschmann, und Esther Kinsky als Poetikdozenten. Das Erfreuliche ist zudem, dass die Kunststiftung die Antrittsvorlesungen nebst Laudationes alle drei Jahre in Buchform veröffentlicht. Nun liegt der zweite Band vor, der sich nahtlos an den von mir euphorisch besprochenen Erstling anschließt.

Der Band beginnt mit einem Text des Thomas-Kling-Forschers Peer Trilcke, der uns mitnimmt auf seine Spurensuche zum Begriff „Widerton“, der in einem Gedicht aus dem Nachlass von Thomas Kling auftaucht. Seine Nachforschungen führen Trilcke bis zu einem Aufsatz eines Volkskundlers aus dem Jahre 1931 mit dem Titel „Widerton als Zauberpflanze“. Widerton ist ein Pflanzenname, auch wenn er mitunter uneinheitlich verwendet wird. Bei Kling ist es ein „Schönes Widertonmoos“. Trilckes weitere Ausführungen geben einen anregenden Einblick in die akribische Arbeit des Sprachkünstlers Thomas Kling.

Über Norbert Scheuer, den Preisträger von 2014, heißt es in der Laudatio von Thomas Fechner-Smarsly „Rätselhaft ist und bleibt vielleicht nur der eigentliche Antrieb: der Antrieb zu schreiben. In zwanzig Jahren, seit 1994 entstanden vier Romane, je zwei Erzählungs- und Gedichtbände.“ Scheuer, für seine Romane und Erzählungen vielfach ausgezeichnet, fällt als renommierter Prosaautor etwas aus der Reihe der Ausgezeichneten. Bei ihm wird der Bezug zu Thomas Kling nicht auf den ersten Blick deutlich.  Seine Antrittsvorlesung „Vom Begehren zu schreiben“ eröffnet einen sehr persönlichen Einblick in die Entstehung von Literatur. Und mit seinem Drang zu schreiben, Sprache und Geschichte zu erforschen, Erlebtes zu bewahren und fortzuschreiben, rückt er dann doch nahe an den Großmeister Kling heran: „Ich glaube, man erzählt, weil man vor etwas Angst hat, und sei es nur von der Stille und der Sinnlosigkeit der Existenz, die man irgendwie ertragen muss.“ Auf jeden Fall hat Norbert Scheuer, der die Eifel auf die literarische Landkarte brachte, einiges zu erzählen.

Marion Poschmann ist zwar auch eine erfolgreiche Prosaautorin (u.a. Die Sonnenposition, 2013), aber in mindestens gleicher Weise ist sie auch als Lyrikerin hervorgetreten, zuletzt mit Geliehene Landschaften (2016). Ihre Bonner Antrittsvorlesung dreht sich um poetische Taxonomie, die „Kunst der Unterscheidung“ mit sprachlichen Mitteln. In ihrem Ready-made „Moosgarten“, das sie erläutert, taucht neben neunundneunzig anderen Moosen auch das „Glashaar-Widertonmoos“ auf, womit sich der Kreis zu Thomas Kling schließt. Bleibt die Frage. Was aber leistet denn eine poetische Taxonomie? Poschmanns klare und überzeugende Antwort: „Sie unterscheidet die Unendlichkeit der Wahrnehmung von den Zumutungen der Eindeutigkeit.“

In ihrer informativen Einführung in das Werk und die Arbeit von Esther Kinsky bezeichnet Sabine Mainberger die Autorin als „versierte Grenzgängerin“, die in sehr unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen lebt und als Übersetzerin zwischen ihnen vermittelt. Erst später, nämlich 2010, trat die 1956 in Engelskirchen geborene vielfältige Literatin als Lyrikerin in Erscheinung, legte dann aber in kurzer Zeit gleich vier Gedichtbände vor. In ihrer hier abgedruckten Vorlesung widmet sie sich „dem sprachlichen Verhandeln der Fremde“ und zeigt die besonderen Herausforderungen der Übersetzung von Lyrik auf: „Wer sich ans Übersetzen von Gedichten macht, wird auch ums Schürfen nicht herumkommen, ums Ausloten  von Tiefen und Proben aus Sprachgestein.“

Der dritte Band wird mit der Antrittsvorlesung in Christoph Peters beginnen, denn dieser wurde 2017 als Thomas-Kling-Poetikdozent berufen. Wir dürfen uns jetzt schon darauf freuen, auch wenn es noch zwei Jahre bis zum Erscheinen sind, denn diese Reihe nähert sich aus vielfältigen Blickwinkeln und mit beeindruckender Tiefenschärfe dem Entstehungsprozess von poetischen Formen.

Kunststiftung NRW (Hg.): Von Sprache sprechen II. Die Thomas-Kling-Poetikdozentur. Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2017. 104 Seiten. 14,90 €. 

Tina Maria Gintrowski ist nächster Gast bei „1 Gedicht und mehr“

tina-gintrowski-pengNächster Gast in der Reihe „1 Gedicht und mehr“ ist am Dienstag, dem 7.2.2017, um 2o Uhr im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld die Kölner Lyrikerin Tina Ilse Maria Gintrowski.

Sie wurde 1978 in Berlin geboren und studierte Germanistik sowie Romanistik in Bonn und danach am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Gintrowski schreibt seit vielen Jahren Lyrik und Prosa und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie veröffentlichte neben zahlreichen Beiträgen in Zeitschriften und Anthologien die beiden Gedichtbände „Peng“ (poetenladen, Leipzig 2011) sowie „Jupiter – Neue Weltansichten und Milchstraßeneis“ (tauland-verlag, Köln 2015).

Ihre Gedichte leben von Wortspielen und Rhythmik, von raffinierten Binnenreimen, Alliterationen und verblüffenden Assoziationen. Es ergibt sich ein atemloses Parlando, manchmal frech-witzig, manchmal bissig-bös. In einem Wechselspiel von Lesung und Gespräch werden wir ihrer Lyrik eingehend nachspüren.

„Mach dein erstes Türchen auf! – Anton G. Leitner präsentiert neue Gedichte zur Weihnacht

978-3-15-011080-5-klein„Es treibt der Wind im Winterwalde / die  Flockenherde wie ein Hirt / und manche Tanne ahnt wie balde / sie fromm und lichterheilig wird“. Diese Anfangszeilen aus dem Gedicht Advent von Rainer Maria Rilke konnte ich lange auswendig, bevor ich überhaupt wusste, wer Rilke war. Das Auswendiglernen von Gedichten gehörte bei uns zu Hause zur Weihnachtszeit dazu. Und vermutlich entstand dort auch meine lebenslange Liebe zur Lyrik.

Viele Weihnachtsgedichte kann ich immer noch auswendig. Und als Anton G. Leitner die Idee äußerte, eine Anthologie mit neuer, zeitgemäßer Lyrik zur Weihnacht zusammenzustellen, war ich sofort Feuer und Flamme und beteiligte mich an seiner Ausschreibung. Nun liegt das sehr schön editierte Buch vor. Es enthält auch einen Gedicht von mir: Verheißung.  Mit seinem Erscheinen im Reclam Verlag geht zugleich ein weiterer Kindheitstraum für mich in Erfüllung.

Herausgekommen ist ein lyrischer Weihnachtsmarkt, mit lustiger, nachdenklicher, kurzer, langer und konkreter Poesie. Die Liste der versammelten Autorinnen und Autoren kann sich sehen lassen: sie reicht von Altstars wie Günter Kunert und Ulla Hahn über renommierte Lyrikerinnen wie Tanja Dückers und Barbara Maria Kloos bis zu jungen Nachwuchsschreibern wie Andreas Schumacher und Leander Beil.

Mein Lieblingsgedicht stammt von Hellmuth Opitz und behandelt die seltsam leere Zeit nach den Weihnachtstagen und trägt den Titel Die Zeit zwischen den Jahren. Es beginnt so:

„Tage, die leben wollen und nicht sterben,
die zerrieben werden zwischen Bäuchen und Bräuchen,
die letzten Krümel Licht in den Auslagen früher Nachmittage,
enttäuschte Gesichter, vom Umtausch ausgeschlossen,
Tage, in denen Einkaufswagen herumstehen, die niemand
zurückbringt, der Bahnhofsvorplatz ein Teller Milchreis
mit Zimt, die Streufahrzeuge kommen kaum durch, …“

Ich kann es schon fast auswendig. Das feine Bändchen Mach dein erstes Türchen auf! eignet sich jedenfalls selbst bestens als Geschenk im Adventskalender – oder unterm Tannenbaum.

Anton G. Leitner (Hrsg.) Mach dein erstes Türchen auf! Neue Gedichte zur Weihnacht. Reclam Verlag, Stuttgart 2016. 96 Seiten, gebunden. 10 €

„Den Vorhang öffnen“ – Liesel Willems ist nächster Gast bei „1 Gedicht und mehr“

willems„1 Gedicht und mehr“ von Liesel Willems steht im Mittelpunkt des nächsten Lyrikabends im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld an der Gutenbergstraße 21 am Donnerstag,  dem 25. Februar 2016 , um 20 Uhr. Gemeinsam mit der Krefelder Lyrikerin werde ich in einem Wechselspiel aus Lesung und Gespräch ihre Gedichte näher betrachten.
Bei Liesel Willems gibt es keine besonderen Wortneuschöpfungen, verdrehte Wendungen oder ambitionierte Wortspiele, die deutlich machen, hier kommt moderne Lyrik. Nein, Effekthascherei und Aufmerksamkeit erheischen ist nicht die Sache von Liesel Willems. Im Gegenteil, ihre Lyrik kommt stets ganz unaufgeregt, leise und fast unscheinbar daher.  Das ist jedoch ein Understatement, denn in ihren Gedichten sitzt jedes Wort, ist jede Wortstellung genau austariert.
Liesel Willems wurde 1950 in Krefeld geboren und ist dort aufgewachsen. Nach Zwischenstationen in Köln, Aachen und Rom kehrte sie zurück an den Niederrhein. Menschen bilden den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen; Erlebnisse mit Kindern und auf Reisen fängt sie in lyrischer Poesie ein. Ihren ersten Gedichtband veröffentlichte sie 1988 im Sassafras Verlag, ihre erste Kindergeschichte 1992. Zuletzt erschien von ihr im IATROS-Verlag der Gedichtband „Den Vorhang öffnen“. 2014 erhielt sie den Postpoetry-Preis für Lyrik.

„Der gelbe Akrobat 2“ – Michael Braun und Michael Buselmeier verführen zum Lyriklesen

3d-akrobat2Der Literaturkritiker Michael Braun und der Autor Michael Buselmeier haben sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren mit dem Projekt „Der gelbe Akrobat“ einen Namen gemacht, insbesondere seit der erste Band mit einer Sammlung von 100 kommentierten Gedichten 2009 im poetenladen erschienen ist. Er liegt inzwischen in der dritten Auflage vor. Dieses ambitionierte Unterfangen, das sich ganz der deutschsprachigen Lyrik verschrieben hat, beschränkt sich im Gegensatz zur ähnlich konzipierten, von Marcel Reich-Ranicki begründeten Frankfurter Anthologie, die inzwischen auch Selbstinterpretationen und fremdsprachige Gedichte zulässt, auf Autorinnen und Autoren der Gegenwart. Zudem wird von jedem Verfasser nur ein Gedicht besprochen. Dieses nutzen Braun und Buselmeier dann gekonnt exemplarisch als pars pro toto, um den Lyriker bzw. die Lyrikerin mit den Grundzügen seines bzw. ihres Werkes vorzustellen. Der zweite Band bricht insofern mit dieser Grundidee, als er mit Ulrike Draesner, Rolf Haufs, Wolfgang Hilbig, Jan Koneffke, Ursula Krechel, Christoph Meckel und Jürgen Theobaldy einige Autorinnen und Autoren enthält, die bereits im ersten Band vertreten sind.

Aber auch der zweite Band besticht mit fünfzig deutschsprachigen Gedichten von fünfzig unterschiedlichen Verfassern, deren Texte abwechselnd von Michael Buselmeier und Michael Braun vortrefflich kommentiert werden. Alle Kommentare sind zuvor bereits auf der Internetseite des Poetenladens und in dessen formidablen Literaturmagazin poet erschienen.

Unter den vorgestellten Autorinnen und Autoren gibt es immer wieder neue Entdeckungen, die das feine Gespür der beiden Herausgeber – nennen wir sie einmal so – für aktuelle Tendenzen oder neue Stimmen in der Lyrikszene belegen.  So wurde beispielsweise Kerstin Preiwuß bereits im Jahre 2008 gewürdigt, lange bevor der zweite Gedichtband dieser Autorin im Suhrkamp Verlag veröffentlicht wurde.. Etwas aus dem Rahmen fallen dagegen die Kommentierungen der Gedichte von Elisabeth Langgässer (1899-1950), Oskar Loerke (1884-1941) und Wilhelm Lehmann (1882-1968),  die man schwerlich noch als Gegenwartsautoren gelten lassen kann. Im Vorwort heißt es dazu: Mit diesen Gedichten „wird an die Großmeister der naturmagischen Schule erinnert, um die es still geworden ist“.

Es ist bemerkenswert, wie es sowohl dem Heidelberger Lyrikpatron Michael Buselmeier, der immerhin schon mehr als 75 Jahre hinter sich weiß, als auch dem brillanten Lyrikritiker Michael Braun gelingt, auf knapp zwei, maximal zweieinhalb Buchseiten anhand eines einzelnen Gedichtes zum Kern des lyrischen Werkes des Verfassers respektive der Verfasserin vorzudringen. Von Marion Poschmann beispielsweise hat Michael Braun das relativ kurze und nicht leicht zugängliche Gedicht „latenter Ort“ ausgesucht, um dem Leser zu verdeutlichen, dass in Poschmanns Lyrik „die vertrauten Positionen von Subjekt und Objekt, die Verhältnisse zwischen Ich und Natur immer wieder ins Wanken gebracht“ werden. Und weiter heißt es: „Marion Poschmanns Dichtung ist eine hoch artifizielle Wahrnehmungskunst: Sie bevorzugt Bild-Kombinationen, die manchmal ins Alogische und Rätselhafte gehen, gleichwohl etwas Suggestives haben.“ Das ist so prägnant formuliert, dass dieser Satz in einem entsprechenden Lexikon stehen könnte.

Der zweite Band erinnert mit ausgewählten Gedichten auch an verstorbene Autoren wie Clemens Eich, Rolf Haufs und Rainer Malkowski und ruft diese noch einmal eindringlich in unser poetisches Bewusstsein. In besonderer Weise aber rückt er Gegenwartsstimmen in den Blickpunkt, die zum Weiterlesen animieren, so wie Norbert Hummelt, Nadja Küchenmeister, Ann Cotten oder Hendrik Rost. Der gelbe Akrobat ist eine wunderbare, verlässliche Fundgrube zeitgenössischer Lyrik. Großartiger Weise führen Braun und Buselmeier die Reihe weiter. Man darf in einigen Jahren also auf einen dritten Band hoffen. Bis dahin gilt es, eindringlich in den ersten beiden Bände zu stöbern.

Michael Braun und Michael Buselmeier: Der gelbe Akrobat 2. 50 deutsche Gedichte der Gegenwart, kommentiert. poetenladen Verlag, Leipzig 2016. 186 Seiten, Klappenbroschur. 18,80 € 

„Istanbul, zusehends“ – Barbara Köhler ist nächster Gast bei „1 Gedicht und mehr“

einladung koehlerIn der Reihe „1 Gedicht“  ist am Donnerstag, 14. Januar, um 20 Uhr die in Duisburg lebende Dichterin Barbara Köhler zu Gast im Niederrheinischen Literaturhaus Krefeld. In einem Wechselspiel von Lesung und Gespräch werden wir Barbara Köhlers Lyrik näher betrachten. Zudem wird sie aus ihrem Gedicht- und Fotoband „Istanbul, zusehends“ lesen. Dabei wird die Lyrikerin auch Aufnahmen ihres Aufenthaltes in der türkischen Metropole zeigen und erläutern.

Barbara Köhler veröffentlichte Gedichtbände, Essays und Übersetzungen (u.a. Gertrude Stein und Samuel Beckett). Sie schafft Audio-Installationen, Schriftbilder, Multiples und Texte für öffentliche Räume sowie private Gärten. Ihre literarische Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet: So war sie 2009 Poet in Residence der Universität Duisburg-Essen sowie Writer in Residence am Oberlin-College, Oberlin, Ohio und erhielt im selben Jahr den Erlanger-Literaturpreis für Poesie als Übersetzung sowie den Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.  Thomas-Kling-Poetikdozentin der Kunststiftung NRW in Bonn war sie im Studienjahr 2012/13 und 2013 Artist in Residence an der Cornell University, Ithaca, N.Y.. Zuletzt erschienen von ihr „Neufundland. Schriften, teils bestimmt“ (2012), „36 Ansichten des Berges Gorwetsch“ (2013) und „Istanbul, zusehends“ (Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2015). Barbara Köhler lebt seit über 20 Jahren in Duisburg.

„Zum Begreifen nah“ – Julia Trompeter ist nächster Gast bei „1 Gedicht und mehr“

Trompeter_Die_Mittlerin_FB    Julia Trompeter  Foto: Peter Susewind

Nächster Gast in meiner Reihe 1 Gedicht und mehr im Niederrheinisches Literaturhaus Krefeld wird am 21. Oktober um 20 Uhr die Kölner Autorin Julia Trompeter sein. In einem Wechselspiel aus Lesung und Gespräch werden wir uns intensiv mit ihrer Lyrik beschäftigen, aber auch ihren Debütroman vorstellen.

Julia Trompeter wurde 1980 in Siegburg geboren und studierte Philosophie, Germanistik und Klassische Literaturwissenschaft in Köln. Anschließend promovierte sie mit einer philosophischen Arbeit in Bochum. Sie lebt in Köln und tritt seit 2009 gemeinsam mit Xaver Römer mit ihrem Projekt Sprechduette auf. Ihr erster Roman „Die Mittlerin“, der 2014 im Schöffling Verlag erschien, wurde von der Kritik als ironisches Werk über den Literarturbetrieb gefeiert.

Mit großer Spannung wird ihr erster Lyrikband erwartet, der für das Frühjahr 2016 ebenfalls beim Verlag Schöffling & Co. angekündigt ist: „Zum Begreifen nah“. Trompeters Gedichte bestechen durch ihre Sprachspiele und den melodischen Rhythmus. Alltägliche Beobachtungen und Wahrnehmungen werden verdreht, reduziert, reflektiert und verdichtet. So gelingen Julia Trompeter eindrucksvolle poetische Texte. Sie wird aus beiden Werken vortragen.