Arche Kinder Kalender 2017 – Gedichte und Bilder aus der ganzen Welt

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„Jedes Kindergedicht öffnet ein Fenster zur Welt.“ Dies ist das Motto des Arche Kinder Kalender, der auch 2017 Woche für Woche ein illustriertes Kindergedicht präsentiert. Ausgewählt haben die Texte und Illustrationen die Direktorin der Internationalen Jugendbibliothek in München, Dr. Christiane Raabe, und ihre Mitarbeiter aus dem ihrem reichen Fundus. Die Texte einschließlich ihrer grafischen Ergänzung stammen aus der ganzen Welt, aus unterschiedlichsten Sprach- und Kulturräumen. Das macht das Durchblättern so interessant, denn es zeigt, was alle Kinder dieser Welt verbindet. Die Wahrnehmung ihrer Umgebung durch Sprache und das fantasievolle, lustvolle Spiel mit Sprache: „In einem Café in Wien / bestellt ein Berliner / ein Paar Wiener / und zwei Berliner.“

Die 53 Kalenderblätter sind großartig: farbenfroh, ansprechend, kindgerecht und sehr abwechslungsreich gestaltet. Das liegt daran, dass auch die Illustrationen aus den verschiedenen Ländern stammen. Der Grafiker Marx Bartholl hat die deutsche Übersetzung, den Originaltext sowie die Originalgrafik zusammengeführt und als Kalenderblatt gestaltet. Das einzige, kleine Manko ist, dass sich viele Kindergedichte nur schwer übersetzen lassen. Bei der Übertragung ins Deutsche gehen häufig der Reim und damit auch der Wortwitz sowie der Sprachzauber des Originals verloren. So gelingt es beispielsweise der großartigen Autorin Esther Kinsky in ihrer Übersetzung des wunderbaren Kindergedichts „Überm Meer wird es Tag“ aus dem Polnischen nur zum Teil die faszinierende Lautmalerei ins Deutsche zu übertragen.

Aber dieser kritische Hinweis ist kein Einwand gegen diesen lebensfrohen Kalender. Beglücken Sie mindestens ein Kind damit!

Arche Kinder Kalender 2017 – Mit 53 Gedichten und Bildern aus der ganzen Welt. Herausgegeben von der Internationalen Jugendbibliothek, München. Arche Kalender Verlag, Zürich, Hamburg 2016. 60 Blätter, 53 vierfarbige Illustrationen. 18,- €.

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Hubert Schirneck und Sabine Wiemers präsentieren „Das geheimste Geheimnis der Welt“

Ein Geheimnis zu haben,Cover_Geheimnis_72 ist spannend. Es macht auch interessant und andere neugierig. Das merken Kinder schnell. Blöd ist es allerdings, wenn alle im Kindergarten ein Geheimnis haben außer einem selbst. So ist das bei Maya. Und deshalb stochert sie missmutig in ihrem Abendessen herum. Der Vorschlag ihrer Mutter, einfach so zu tun, als hätte man auch ein Geheimnis, hilft nicht weiter, wie Maya am nächsten Tag im Kindergarten erleben muss. Die anderen Kinder finden schnell heraus, dass Maya lügt. Deshalb träumt Maya schlecht. Am Morgen findet sie ein schönes Holzkästchen auf dem Küchentisch vor. Es sieht wahrhaftig aus wie eine kleine Schatztruhe. „Was ist da drin?“, fragt sie ihre Mutter. „Das ist ein Geheimnis.“, antwortet diese. Das Holzkästchen ist verschlossen. Maya möchte dieses Kästchen unbedingt besitzen und luchst es ihrer Mutter dank allerlei Versprechungen ab. Stolz präsentiert Maya das Kästchen im Kindergarten. Natürlich wollen alle wissen, was sich darin befindet. „Ein Geheimnis“, sagt Maya bestimmt. „Und zwar nicht irgendein Geheimnis. Es ist das geheimste Geheimnis der Welt.“ Was könnte das bloß sein? Die Kinder lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Die Neugierde von Oskar ist so groß, dass er versucht, das Kästchen aufzubrechen. Doch Maya erwischt ihn noch rechtzeitig und lässt das Kästchen fortan nicht mehr aus den Augen. Zuhause überlegt sie selbst, ob sie das Kästchen öffnen soll. Es könnte natürlich auch eine Enttäuschung enthalten. Einen alten Popel etwa oder einen Zettel, auf dem steht „Otto hat in die Hose gemacht“. Hm. Was befindet sich denn nun wirklich in der kleinen Schatztruhe? Natürlich kann ich dieses Geheimnis nicht lüften, denn ist ja das geheimste Geheimnis der Welt.

Der vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautor Hubert Schirneck versteht es, mit wenigen Worten und nur kurzen Beschreibungen eine große Geschichte zu erzählen. Sabine Wiemers hat das Buch ganz wunderbar illustriert. Geschickt unterstützt sie die Fantasie der Kinder, etwa in der Darstellung von Mayas Gedanken, ohne etwas vorwegzunehmen. Ihre Perspektive ist stets die der Kinder. In Kniebeuge gezeichnet, sozusagen. Und damit befindet sie sich auf Augenhöhe mit den Adressaten, mit denen man als Vorleser schnell ins Gespräch über geheime Sachen kommt.

Hubert Schirneck, Sabine Wiemers: Das geheimste Geheimnis der Welt. Tulipan Verlag, München2016. 36 Seiten Hardcover. Ab 3 Jahren. 14,95 €

Hubert Schirneck bot „Matratzen zum Frühstück“

IMG_1333Zum 13ten Mal heißt es für Kinder ab 8 Jahren in Krefeld Ohren aufgeklappt! Den Auftakt im Niederrheinischen Literaturhaus gestaltete Hubert Schirneck, der eigens aus Weimar nach Krefeld gekommen war, wo er 1993 den Niederrheinischen Literaturpreis erhalten hatte. Ein alter Bekannter gab sich somit die Ehre. Er bannte seine Zuhörer, insbesondere eine Klasse 5 der Realschule Horkesgath, mit Auszügen aus seinem Buch „Matratzen zum Frühstück oder Die erste intergalaktische Fußballweltmeisterschaft“ (Wurmloch Verlag, 2014). Was ursprünglich als mehrteilige Radiobeitrag anlässlich einer WM entstanden war, klang immer noch frisch und höchst amüsant.

hubert-schirneck-silvia-neid-matratzen-zum-frühstück-oder-die-erste-intergalaktische-fußballweltmeisterschaft-coverNachdem Astronauten auf einem Planeten Aliens entdeckt haben, die auch Fußball spielen, suchen Menschen nach mehr Außerirdischen, die sie zur ersten intergalaktischen Weltmeisterschaft auf die Erde einladen können. Das wird schließlich eine sehr spannende Veranstaltung, auch wenn sich die fünfbeinigen Kicker vom Planeten Klardemox als nahezu unschlagbar erweisen. Die Begleitumstände führen nämlich zu allerlei Verwicklungen. So ernähren sich die Bewohner des Planeten Weißachsoweiß ausschließlich von Matratzen und Bilderrahmen, weshalb sie nach kurzer Zeit Museumsverbot in Deutschland erhalten. Als besonders schwierig erweist sich die Kommunikation mit den Gegenteilmenschen, die alles anders sagen als sie meinen. Und auch die Irgendwas-Aliens, die nur irgendwas wollen oder eben auch irgendwas anderes, machen den WM-Ausrichtern das Leben nicht gerade einfach. Höchst umstritten ist insbesondere die Abseitsregel, die auf jedem Planeten anders lautet. Als auch noch der Fußballgott ins Geschehen eingreift … beendet Hubert Schirneck seine in hohem Maße die Fantasie anregende Lesung.

Die Kinder waren begeistert, stellten noch viele Fragen an den Schriftsteller, der diese geduldig beantwortete, und holten sich ausnahmslos ein Autogramm. Ein höchst gelungener Auftakt der Literaturwoche, die noch bis zum 17. März dauert und mit Angelika Glitz, Brigitte Werner und Klaus-Peter Hufer noch drei weitere interessante Kinderbuchautoren präsentieren wird.

„Eva im Haus der Geschichten“ – Marjaleena Lembcke glänzt erneut mit einem einfühlsamen Kinderbuch

cover_1719 Die achtjährige Eva freut sich auf den Sommerurlaub mit ihrer Mutter auf Mallorca. Doch diese muss kurzfristig ihre Chefin vertreten und den Urlaub absagen. Hektisch sucht sie nach einer Alternative für ihre Tochter. So kurzfristig hat jedoch niemand Zeit. Schließlich erklärt sich doch noch ihr Bruder Oliver bereit, Eva zu beherbergen.

Die beiden kennen sich nicht und kommen sich erst langsam näher. Onkel Oliver wohnt alleine in einer kleinen Wohnung in einem Dorf. Die ersten Tage verlaufen relativ unspektakulär. Doch es sind eben genau die Kleinigkeiten des Alltags, die anfänglich schwierige Kommunikation zwischen den beiden, die Marjaleena Lembcke auf ihre typisch einfühlsame Art mit hoher Sensibilität darstellt. Alle Dialoge wirken authentisch. Die Gedankenwelt von Eva erscheint durchweg stimmig. Auch die übrigen Charaktere, der Nachbarjunge Lucas und seine Mutter sowie der verschrobene Alte Herr Diederich, werden differenziert und überzeugend gezeichnet. Oliver erzählt immer wieder Geschichten, um Eva seine Sicht der Dinge zu verdeutlichen. Und Eva hält auch nicht mit ihren Ansichten hinter dem Berg. Kleine Hunde und kleine Katzen spielen schließlich eine große Rolle für alle Beteiligten. Am Ende entdeckt Eva noch ein Geheimnis ihres Onkels. Es gelingt ihr sogar, ihn dazu zu bewegen, es zu lüften.
So glänzt die gebürtige Finnin und seit vielen Jahren im nordrhein-westfälischen Greven lebende Autorin Marjaleena Lembcke erneut mit einem einfühlsamen, sprachlich absolut überzeugenden und altersgerechten Kinderbuch. Nur der Titel hätte anprechender gewählt werden können.

Marjaleena Lembcke: Eva im Haus der Geschichten. Mit Bildern von Elsa Klever. Residenz Verlag, Wien 2014. 152 Seiten, gebunden. 12,90 €

Die Schlümpfe – eine komplette Neuausgabe aller Comic-Alben

schlumpf_cover01Wer kennt sie nicht? Die kleinen blauen Wichte mit ihrer besonderen Sprache: die Schlümpfe, besonders beliebt als Spielfiguren, aber auch als TV-Serie, Musikinterpreten und natürlich als Comic.  Nachdem der Hamburger Carlsen Verlag die Originalserie, die zuerst auf Französisch erscheint, in den letzten Jahren nicht mehr weiter als Comic-Alben veröffentlicht hat, haben die Schlümpfe in Deutschland nun endlich eine neue verlegerische Heimat gefunden. Der Bielefelder Splitter Verlag publiziert unter seinem Cartoon-Label toonfish seit März 2011  in einer Neuübersetzung die umfassendste jemals in Deutschland publizierte Schlümpfe-Ausgabe. Zunächst erschienen monatlich zwei Alben und zwar in der pfiffigen Variante, dass einerseits die Reihenfolge streng chronologisch eingehalten wird und gleichzeitig auch auf Deutsch bisher unveröffentlichte Alben in der umgekehrten Reihenfolge erscheinen. So kamen im ersten Monat die Alben 1 und 28 auf den Buchmarkt, im zweiten Monat die Alben 2 und 27 usw. Auf diese Weise war die Neuausgabe nicht nur für passionierte Sammler, sondern auch für alte und neue Leser gleichermaßen interessant.

schluempfe_32_kleinDie ersten beiden Bände der verdienstvollen Neuausgabe umfassten das Album „Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe“ aus dem Jahr 1963, das neben der Titelgeschichte noch die beiden Abenteuer „Der gefangene Schlumpf“ und „Der fliegende Schlumpf“ enthält, sowie als neustes Album „Schlumpfine greift ein“ aus dem Jahr 2011. Die Spannweite von 48 Jahren, die zwischen den Erstveröffentlichungen dieser beiden Comic-Bände liegt, offenbart den traditionellen Kern der Schlumpfgeschichten ebenso klar wie die Neuerungen, mit denen die Konzeption des Belgischen Schöpfers Peyo (1928-1992) behutsam an den Zeitgeist angepasst wird. Die Episode „Der gefangene Schlumpf“ berichtet vom immerwährenden Versuch des bösen Zauberers Gargamel, der in früheren deutschen Übersetzungen Gurgelhals hieß, Schlümpfe zu fangen und sie für seine Zaubertränke zu verwenden, unterstützt von seinem Kater Azrael, der früher den Namen Uriel trug. Knapp fünfzig Jahre später taucht dieser ewige Kampf auch im neuen Album mit Schlumpfine auf. Zwar gelingt es Gargamel in beiden Geschichten einen Schlumpf zu fangen, kann aber seine rechtzeitige Befreiung durch die anderen Schlümpfe, die sich immer neue Tricks einfallen lassen, nicht verhindern. Schlumpfine wiederum unternimmt mit Papa Schlumpfs Hilfe erfolgreich Taten, um ihr Image als Blondchen loszuwerden. Die Schlümpfe erkennen schließlich, wie wertvoll sie mit weiblicher Intuition und Entschlusskraft für diese mittelalterliche Gemeinschaft ist.

Der Schriftsteller Dietmar Dath hat in seinem lesenswerten Essay über die Schlümpfe „Sprechendes blaues Popcorn aus dem Wald“ von 2005 herausgestellt, dass das Schlumpfdorf (Schlumpfhausen) den simpelsten Polder in der Fantasy-Literatur bildet. Als Polder wird dabei ein lebendiger Mikrokosmos bezeichnet, der sich gegen die Verkehrtheit und Andersartigkeit der Welt ringsum behauptet. Bekanntestes Beispiel dafür ist das gallische Dorf in der Asterix-Serie. Die dörfliche Idylle der Schlümpfe ist ständig bedroht. Wenn es nicht Gargamel und Azrael sind, die ihnen gerade zusetzen, dann ist es die Mücke BZZ, deren Stich die Schlümpfe in aggressive Schwarzschlümpfe verwandelt. Oder es sind die Schlümpfe selbst, die dem Alltag durch neue Ideen zu entkommen versuchen und ihre Mitschlümpfe in Aufregung versetzen. So wie ein Schlumpf alles unternimmt, um seinen Traum vom Fliegen zu verwirklichen, genauso nachdrücklich werden es in den späteren Bänden der Bastelschlumpf, der Zauberschlumpf, der Astronautenschlumpf, der Reporterschlumpf, der Finanzschlumpf und andere Schlümpfe auch versuchen. Am Schluss der Geschichte hat der Schlumpf seinen Traum ausgelebt und es herrscht wieder eitel Sonnenschein im patriarchischen Schlumpfdorf.

Nach wie vor gehören die Schlümpfe zu den beliebtesten und meist nachgefragten Comics für Kinder. Dazu beitragen wird die deutsche Neuübersetzung bei toonfish, die geschickt den sprachlichen Wandel aufgreift und flotte, zeitgemäße Formulierungen findet, ohne den Charme der alten Schlumpfgeschichten zu verlieren. Die Gesamtausgabe ist auf 32 Bände konzipiert, nicht nur für Sammler ein schlumpfiges Vergnügen. Der letzte Band „Die Schlümpfe und der verliebte Zauberer“ erscheint im Juli diesen Jahres.

Die Schlümpfe Band 1: Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe. toonfish, Bielefeld 2011. 64 Seiten, gebunden. 12,95 €
Die Schlümpfe Band 32: Die Schlümpfe und der verliebte Zauberer. toonfish, Bielefeld 2014. 48 Seiten, gebunden. 11,95 € 

Ohren aufgeklappt! – Lesereihe für Kinder in Krefeld

Scannen0018Im Niederrheinischen Literaturhaus in Krefeld stellen vier Kinderbuchautoren vom 14. bis 19. März in der Reihe „Ohren aufgeklappt!“ ihre Bücher für Kinder ab acht Jahren vor. Alle Lesungen beginnen um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zum Auftakt der Buchwoche liest Schriftsteller Zoran Drvenkar am Freitag, 14. März, aus seinem Roman „Die tollkühne Rückkehr von Jan Ben Max“ im Haus an der Gutenbergstraße 21 vor. Die Kinder-Lesereihe „Ohren aufgeklappt!“ des Kulturbüros wird zum elften Mal angeboten.

Von Magierin Molly, Räuber Ricky und Nervensäge Quälgeist erzähle ich selbst am Montag, 17. März, mit Auszügen aus meinem Kinderbuch „Molly, Ricky und der Quälgeist“. Auf der Suche nach Mollys Schwester und einem neuen Beruf für Ricky begegnet das Team Pechschweinen, einem Krokomonster und anderen fabelhaften Wesen. Dabei sorgen Mollys Zaubereien für überraschende Wendungen.

„Alle gegen Esra“ heißt das Kinderbuch von Aygen-Sibel Çelik, das die Autorin am Dienstag, 18. März, vorstellt. Es erzählt die Geschichte von Esra. Alle Mitschüler finden sie komisch, weil sie nie auf Klassenausflügen oder im Schwimmbad dabei ist. Für die meisten ist sonnenklar: Esra ist Muslima und ihre Eltern sind von vor-vorgestern. Bis Funda plötzlich Esras wahres Geheimnis entdeckt.

Joshies Traum ist es, weltbester Erfinder zu werden. Nach einigen misslungenen Versuchen gelingt ihm der Bau eines fliegenden Skateboards. Damit will er am Erfinder-Wettbewerb teilnehmen. Als ihm ein Erfinder-Konkurrent das Flugboard klaut, beginnt das Abenteuer erst richtig. Ob Joshie den Wettlauf gegen die Zeit gewinnt, erfährt, wer am 19. März zuhört, bei Marc Becks Geschichte „Der weltbeste Erfinder“.

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In Dinslaken startet die 22. Literaturwoche

20131119_114825An der Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) in Dinslaken startet dieser Tage die 22. Literaturwoche. Wie jedes Jahr im November bietet sie Schülerinnen und Schülern die besondere Gelegenheit, Literatur hautnah zu erleben. Das Konzept, Schule zu öffnen und durch die konkrete Begegnung mit Schriftstellern Kinder und Jugendliche für Literatur zu interessieren, hat sich bestens bewährt. Dies zeigen auch die Kontakte, die einzelne Klassen durch einen Briefwechsel mit dem jeweiligen Autor über die Literaturwoche hinaus gepflegt haben.

In der Woche vom 18.11.-22.11.2013 lesen namhafte Autorinnen und Autoren in der kleinen Aula an der Goethestraße, so dass alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 Gelegenheit erhalten, einen leibhaftigen Schriftsteller nach seinen Ideen, seiner Arbeitweise oder speziellen Stellen in seinen Büchern persönlich zu befragen. Alle Lesungen und die anschließenden Gespräche werden im Deutschunterricht intensiv vorbereitet.

Dem Vorbereitungsteam gelang es erneut, bekannte deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautoren zu engagieren. Mario Giordano zählt dabei schon zu den guten Bekannten in Dinslaken. Der Kölner Autor, der auch Drehbücher zu Fernserie „Tatort“ verfasst, trägt zweimal aus seinem Jugendbuch „Der aus den Docks“ vor, das bei Rowohlt inzwischen in der 19. Auflage vorliegt und eine abenteuerliche Geschichte über die schwierige Freundschaft zwischen zwei Jungen und einen Bullterrier aus dem Hamburger Hafen erzählt. Auch nicht zum ersten Mal tritt Ute Wegmann im Rahmen der Literaturwoche auf, die ihre Lesung aus „Weit weg … nach Hause“ (dtv) gekonnt mit Musikeinspielungen verknüpft. Besonders gespannt ist man auf Neuling Annette Neubauer, die in Jahrgang 5 ihr Kinderbuch „Ein Fall für den Meisterschüler“ (Loewe) und in Jahrgang 6 „So was von fies!“ (Ueberreuter) präsentieren wird.