Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum in Rheinsberg ist einen Abstecher wert

20140723_120808Das hätte sich Kurt Tucholsky (1890-1935)  in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können: dass 103 Jahre nach seinem Liebesurlaub mit seiner späteren Frau Else Weil in der  brandenburgischen Kleinstadt – seinerzeit preußischen Residenzstadt – Rheinsberg im wunderbar renovierten Schloss ein Museum existiert, das sein Leben und Werk würdigt, und im Marstall der Schlossanlage alljährlich zwei Schriftsteller als Stipendiaten residieren dürfen. Und dies nur, weil sein originelles „Bilderbuch für Verliebte“ Rheinsberg jahrzehntelang verknallte Paare mit Genuss im Bett oder anderswo gelesen oder sich vorgelesen haben.

20140723_121923Zugegeben, das kleine Musuem birgt keine Kostbarkeiten, aber es erfreut den Literaturinteressierten. Als eines der wenigen Originale prunkt gleich im Eingangsbereich Tucholskys letzter Schreibtisch aus seinem schwedischen Exil, nebst drehbarem Bücherbord und Koffer.

Die Stadtschreiber zu Rheinsberg, die es seit 1995 gibt, müssen am Ende ihres Stipendiats ein kurzes literarisches Werk vorlegen, das in der Schriftenreihe Rheinsberger Bogen veröffentlicht wird. Diese feinen Publikationen mit der Liebhaberauflage von 500 Exemplaren sind ebenfalls im Museum erhältlich. Heft 31 enthält beispielsweise Gedichte und Fotos von Marion Poschmann unter dem Titel Preußische Pyramiden.

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